#87 - Abschied nehmen (Interview mit Dr. Sabine Kainz)
Shownotes
Das Thema „Abschied nehmen“ ist für uns alle nicht leicht. Und für die Tierärzte und Tierärztinnen ist es natürlich auch etwas sehr intimes und eine sehr große Verantwortung.
Dr. Sabine Kainz beschäftigt sich in der Tierarztpraxis am Rothenbaum mit ihren Kolleginnen und Kollegen intensiv mit dem Thema „Abschied nehmen“. Wie kann man auch im Praxisalltag alles möglichst so gestalten, dass es für alle Beteiligten ein möglichst "guter Moment" wird und was kann man vorher schon alles bedenken.
Sie klärt auf und erzählt hier und da auch mal eine skuriellen Geschichte, die ihr vor Ort beim Abschied nehmen passiert ist. Gibt es ein „Richtig" und ein „Falsch" und wir verraten euch in dieser Folge von "4 Pfoten, 2 Beine und 1.000 Fragen“, welche Fragen könnt ihr euch als Tierfreund stellen könnt, wenn ihr denkt, dass der Moment zum Abschied nehmen gekommen ist.
DR. MED. VET. ROMINA PANKOW ARTHROSE BEIM HUND -> Mehr Infos zur Teirarztpraxis
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Transkript anzeigen
00:00:00: Unser Podcast wird präsentiert von Kosmos Verlag.
00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von vier Pfoten, zwei Beine und tausend Fragen.
00:00:27: Und heute mit der wundervollen Tierärztin, Dr.
00:00:31: Sabine Keynes, ich freue mich total, dass du darfst, darf ich du sagen, Janach, dass du heute da bist.
00:00:37: Weil Sabine ist nämlich bei uns wirklich unsere Lieblingstierärztin.
00:00:42: Also absolut lieblich, könnt ihr nicht sehen, aber sie
00:00:45: lacht, grüßt
00:00:46: und verschmützt, ist ein ganz wundervoller Mensch, sehr, sehr mitfühlen.
00:00:49: Deswegen kommen wir auch immer gerne zu dir.
00:00:51: Danke schön.
00:00:52: Hallo, ich grüße euch.
00:00:54: Tierarztpraxis am Roten Baum ist das bei uns in Hamburg.
00:00:58: Und was ich so toll finde, ist wirklich, dass ihr immer so auf unsere Bedürfnisse eingeht.
00:01:01: Also ich glaube eher so.
00:01:02: eh, ich muss sagen, wahrscheinlich sind es auch eher meine Bedürfnisse.
00:01:06: Weil ich sozusagen als Hundefreund dann zu euch komme und immer schon denke, oh Gott, jetzt hat er wieder Angst.
00:01:11: Jetzt zittert er wieder.
00:01:12: Und dann ist die Dr.
00:01:13: Sabine Keins immer ganz liebevoll und begrüßt Charlie ganz lieb.
00:01:17: Und dann bin ich immer schon mal ein bisschen beruhigt.
00:01:19: Das ist schön.
00:01:20: So soll das sein.
00:01:21: Unsere Folge heute hat ja mit dem Thema Abschied nehmen zu tun, aber eben aus der Sicht der Tierärztin oder des Tierarztes.
00:01:29: Und ich fand das so interessant, als wir miteinander gesprochen haben, weil wenn ihr so Sabine und mich sehen würdet, dann würdet ihr merken, dass wir so ganz zwei fröhliche Phronatoren sind, im doppelten Sinne.
00:01:40: Wir lachen gerne viel zusammen, wir freuen uns irgendwie.
00:01:45: so ein Kleinigkeit, nicht so glaube ich für so ein Gemüter sind wir recht ähnlich.
00:01:49: Das ist so interessant, dass wir deswegen gerade auf diese Folge gekommen sind, weil wir dachten, das ist so ein wichtiges Thema.
00:01:55: Und ich hatte mit Katie schon mal eine Folge gemacht, das ist Folge zehn tatsächlich, das war relativ am Anfang, das heißt der Tod eines sehr geliebten Freundes.
00:02:05: Und dann haben wir gedacht, ja, aber brauchen wir eigentlich noch eine Folge zum Thema Abschied nehmen?
00:02:08: Und da haben wir gesagt, ja, auf jeden Fall, weil aus der Sicht der Tierarztin und des Tierarztes ist ja noch mal sowas ganz, ganz anderes.
00:02:17: Und man fragt sich ja schon immer als Tierfreund, wie kann ich das möglichst alles?
00:02:24: im Sinne des Tieres machen.
00:02:26: Und wie kann ich das richtig machen?
00:02:27: Also die Frage ist, kann man überhaupt irgendwie alles richtig machen?
00:02:31: Kann man sich möglichst gut vorbereiten?
00:02:33: Was würdest du da aus professioneller Sicht sagen?
00:02:36: Nein.
00:02:38: Man kann nicht alles richtig machen.
00:02:40: Und das darf auch nicht der Anspruch sein.
00:02:42: Es ist für jeden Menschen und jedes Tier immer wieder neu zu hinterfragen und eine individuelle Entscheidung.
00:02:50: Und wenn man das weiß, dann ist es eigentlich schon der richtige Weg.
00:02:54: Und wenn wir darauf eingehen und für alles offen sind und lange beieinander sein können, das denke ich auch, man muss sich ganz viel Zeit nehmen oder sollte, wenn das möglich ist, dann kann auch dieser Abschnitt im Leben und im Sterben was Wunderschönes und Gehaltvolles sein und vielleicht sogar mit die schönste Erfahrung, die man mit seinem Tier haben kann.
00:03:19: Was ist denn, was meinst du denn genau mit genug Zeit nehmen?
00:03:24: Zum einen ist das eine Phase, die schon relativ früh beginnen kann, weil wir einfach sehr viel länger alt werden mit unseren Tieren und die dann viele Jahre begleiten mit ihren Veränderungen und Krankheiten.
00:03:41: Es kommen immer mehr dazu, es kommen immer mehr Beschwerden dazu, immer mehr Wehwähchen und Symptome, die behandelt werden müssen und mit denen man sich auseinandersetzen muss.
00:03:53: Aber auch das Thema Tod tatsächlich auch.
00:03:55: Also ich erfahre das selbst in unserer Praxis, dass wir uns ganz viel Zeit nehmen schon im Voraus, dass wir immer mehr Anfragen bekommen, wo Menschen schon weit, bevor wir aus tiermedizinischer Sicht eigentlich mal hinterfragen müssen, ob das Leben noch lebenswert ist, sich die Frage stellen, was mache ich denn jetzt konkret, wenn soweit wir Abschied nehmen müssen.
00:04:22: Wann weiß ich denn, wann ich Abschied nehmen muss?
00:04:25: Wie funktioniert das alles?
00:04:27: Wir bekommen da sehr viel früher, als es wirklich dann der Fall sein wird, Anfragen und merken auch, dass wir uns selber auch Zeit nehmen müssen, Räume schaffen müssen, diese Fragen so gut wie möglich zu beantworten, dann auch Zeit für den eigentlichen Akt, wenn es dann soweit ist.
00:04:48: Und auch Zeit danach, sowohl für uns selber, für unsere Seelenhygiene und unsere Mitarbeiterinnen und auch hinterher in der Betreuung und in der Begleitung in der Trauerphase auch das.
00:05:00: Also Zeit ist ein ganz großes Thema.
00:05:03: Wow, okay, das klingt ja wirklich so, als hätte sich auch ein Positiven.
00:05:09: sozusagen was bei den Menschen verändert, oder?
00:05:12: Als würden die sich auch mehr damit beschäftigen und sich auch versuchen, diese Zeit eben zu nehmen.
00:05:19: Hat sich da in den Jahren was verändert?
00:05:22: Ich finde schon.
00:05:23: Ich finde auch, es ist eine Chance für uns auch als Gesellschaft, dass man so überlegt, wie gehe ich mit den Tieren um?
00:05:30: Wie gehe ich vielleicht auch mit meiner Verwandtschaft um?
00:05:32: Also ein ganz großer Punkt, der sich da überschneidet und Ich sehe natürlich nur einen Ausschnitt von bestimmten Menschen und bestimmten Tieren.
00:05:42: Und wenn die bereit sind, in die Tierarztpraxis zu kommen oder die müssen nicht kommen, man kann das auch schriftlich machen, man kann das telefonisch machen.
00:05:51: Es gibt so viele Wege mittlerweile, wo man auch selber auf sich aufpassen kann und das entscheiden kann, wie man das möchte.
00:05:59: Wenn die Bereitschaft ist, einfach viel größer sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es auch wirklich auf den Tisch zu bringen, das hatten wir, sage ich jetzt noch vor fünf Jahren, auf gar keinen Fall und auch nicht im Studium.
00:06:12: Das muss ich leider auch betonen.
00:06:13: Das ist überhaupt kein
00:06:15: Thema
00:06:16: gewesen in meinem Studium, sodass ich eigentlich auch selbst die Erfahrung nur gemacht habe mit den eigenen Tieren natürlich.
00:06:26: Aber das ist ja wieder dann die andere Seite und dann mit der eigenen Arbeit.
00:06:31: Also ich bin tatsächlich gerade ganz doll positiv überrascht, muss ich sagen, weil ich bin ja ausgebildete Traubegleiterin und habe mich auch mit natürlich Trauer bei Haustieren beschäftigt.
00:06:43: und auch wie kann man die beerdigen?
00:06:45: und alles das könnt ihr auch sonst gerne in Folge zehn nochmal reinhören, was ich jetzt aber so toll finde, was du gerade erzählt hast.
00:06:53: dass die Menschen halt wirklich offen sind, sich damit zu beschäftigen.
00:06:56: Und wie du sagst, das meintest du, glaube ich, auch so, wenn sie sich sozusagen, zum Beispiel bei ihrem Tier, was ja auch ein Familienmitglied ist, damit beschäftigen, dass wenn, dass das auch positive Auswirkungen vielleicht wirklich auf die Familiensituation hat, wenn eben auch mal ein Mensch oder irgendjemand was bekommt, wenn man sich vorher auch schon damit auseinandergesetzt hat, wie man sich Zeit nehmen kann und welche Wege man gehen kann, um mit der Trauer umzugehen.
00:07:19: dass natürlich auch hoffentlich sich positiv auf die ganze Familie auswirkt.
00:07:24: Das fand ich ganz, ganz spannend.
00:07:27: Ist das denn so, weil du sagst, selber eigene Hygiene, ihr braucht auch Zeit und Raum natürlich, wenn das dann passiert?
00:07:34: Das finde ich sehr interessant.
00:07:37: Wie ihr euch natürlich in eurem Alltag überhaupt die Zeit und den Raum dafür nehmt, ist die Frage.
00:07:42: Und als Zweites hast du ja auch noch als Drittes sogar nochmal betont, dass ihr natürlich danach auch selber auch natürlich seelisch irgendwie damit zurechtkommen ist, kannst du da auf die zwei Punkte nochmal näher eingehen?
00:07:54: Das finde ich ja
00:07:55: interessant.
00:07:56: Ja, gerne.
00:07:57: Also zum einen, wenn dann wirklich der Termin vereinbart wird, wo wir alle gemeinsam Abschied nehmen, ist, glaube ich, auch ein großer Punkt, dass es ein wahnsinniges Vertrauensverhältnis ist, was mich auch immer noch erstaunt, wie vertrauensvolle Menschen dann sein können in so einer Situation.
00:08:17: muss man die Entscheidung treffen, wo das überhaupt stattfindet.
00:08:21: Ich bin immer mit dem Rad unterwegs, das heißt, ich bin etwas eingeschränkt, aber wir nehmen da Rücksicht auf eure Wünsche.
00:08:28: Und wenn das zu Hause stattfinden soll mit der ganzen Familie, es gibt sehr viele Szenarien oder einen besonderen Ort oder auch in der Praxis, das ist alles dann möglich.
00:08:40: Dann stellt man sich natürlich darauf ein.
00:08:42: Wir versuchen das nicht.
00:08:44: mitten in der laufenden Sprechstunde zu machen.
00:08:47: Manchmal lässt sich das nicht vermeiden, weil es vielleicht auch mal schnell gehen muss.
00:08:51: Dann haben wir aber bei uns in der Praxis einen sehr ruhigen Raum, der abgeschirmt ist von den anderen Räumen.
00:08:59: Wir markieren diesen Raum, dass auch alle Mitarbeitenden wissen, dass man da jetzt nicht stören darf, auch nichts mehr rausholen oder eingeben darf.
00:09:08: Wir schreiben eine virtuelle Nachricht an alle Arbeitenden, dass sie wissen, Das wird jetzt hier passieren.
00:09:14: Und für mich das Wichtigste, wir stellen eine kleine Kerze auf am Empfang, die auch den anderen Besitzerinnen, die gerade kommen und ihm warte, zum Beispiel, sagen, hier passiert was.
00:09:27: Ich muss uns breiten, kurz das Stück erholen, sorry.
00:09:31: Oh, krass, ja.
00:09:35: Und das ist schon, das ist wertvoll, wird auch gut angenommen.
00:09:37: Es ist natürlich... irgendwie bestürzend für alle, die da sind, auch für die anderen Besitzerinnen.
00:09:44: Aber die gehen mit uns alle mit durch den Weg.
00:09:47: Und so soll es auch sein.
00:09:49: Aber ich bin berührt davon, weil man gleich darüber nachdenkt, wie das natürlich bei dem eigenen Haustier ist.
00:09:58: Und ich weiß, Charlie ist erst vier, aber trotzdem denkt man natürlich sofort daran.
00:10:02: Aber ich bin so krass berührt davon, wie ... Liebevoll.
00:10:07: Und trotzdem professionell ihr damit umgeht.
00:10:10: Weißt du, das ist ja nicht selbstverständlich.
00:10:12: Und da ist man einfach so dankbar in dieser Situation, dass es so großartige Menschen wie euch gibt, die das halt machen.
00:10:23: Ich weiß nämlich noch, dass es bei mir halt auch so war, dadurch, dass ich mich halt viel mit diesem Thema auseinandersetze, habe ich bei Charlie schon im zweiten Jahr nachgefragt, wie es halt ist.
00:10:34: Also, als ich wusste, wir hatten einen anderen Tierarzt, da waren wir halt nicht so happy.
00:10:38: Und dann hab ich halt bei euch angerufen.
00:10:41: Vielleicht war das sogar schon im ersten Jahr.
00:10:43: Und meine Erstausfrage war trotzdem schon gleich mit, wenn er wirklich mal schwer krank wird, würdet ihr auch nach Hause kommen.
00:10:48: Das war für mich eine der wichtigsten Fragen, um mich überhaupt für jemanden zu entscheiden.
00:10:53: Und ihr habt halt sofort gesagt, wir machen das immer, wenn es halt irgendwie möglich ist.
00:10:57: Und eigentlich ist es halt, wir versuchen immer, dass es möglich ist.
00:11:01: Und das war für mich so, oh, ein Glück, okay.
00:11:04: Entschuldigung, ich habe mich gefahren.
00:11:07: Und das mit der Kerze finde ich auch.
00:11:10: Ja, die ist doch wichtig.
00:11:12: Weil jeder möchte Verständnis haben, dass er vielleicht ein bisschen warten muss, dass ein anderer warten muss, weil man selber in so einer Situation ist.
00:11:20: Und man möchte vielleicht auch die Leute dann wieder rauskommen.
00:11:25: Wir können die nicht ganz abschirmen.
00:11:27: Aber das hilft uns allen.
00:11:29: Also da kann ich auch aus egoistischer Sicht sagen, für uns ist es auch wichtig, dass das einen ganz großen Raum hat und auch ernst genommen wird.
00:11:38: Im wahrsten Sinne, es ist ja eine ernste Sache.
00:11:42: Und wenn wir dann dieses, praktisch zusammen dieses Erlebnis haben, können wir ja auch noch auf eingehen und es ist dann vorbei, dann... Vorbei ist es schwierig zu sagen.
00:11:58: Es ist lange Zeit nicht vorbei.
00:11:59: Es ist auch unterschiedlich.
00:12:00: Also ich habe Situationen gehabt.
00:12:03: Das war privat bei einer Freundin.
00:12:05: Ich glaube, wir saßen drei Stunden beieinander und haben immer noch mal Fotos angeguckt und immer noch mal bestreichelt.
00:12:10: Und dann zwischendurch malen Schnaps getrunken und dann gelacht.
00:12:14: Ganz viel, weil wir uns die Geschichten erzählt haben.
00:12:16: Und es gibt aber auch Menschen, die können auch nicht bis ganz zum Ende bei einem... sterben den Tier bleiben, sondern die bleiben vielleicht bis zur Narkose.
00:12:26: Auch das muss man respektieren, lernen sogar und auch verstehen können, dass nicht jeder gleich mit dem Thema Sterben und Tod umgehen kann.
00:12:38: Und wenn auch beim Einschläfern selber, wir haben eine ganz wertvolle Helferin bei uns.
00:12:48: Und die sorgt immer für genügend Decken und Kissen und es kommen Blumen und es wird eine Kerze angezündet.
00:12:54: Es holt Blumen aus dem Garten und das ist immer wirklich sehr stimmungsvoll.
00:13:02: Und wir lassen den Menschen so lange Zeit wie sie wollen.
00:13:06: In der Praxis tatsächlich der Raum gehört ihnen, so lange wie sie wollen, dass ich persönlich nicht mehr kann.
00:13:13: Über die Jahre ist das das Tier irgendwann alleine bleibt.
00:13:17: Also entweder bleiben die beim Tier und wenn sie uns ein Zeichen geben, dann gehen sie, dann bleibt ich noch da oder sie gehen und ich bleibe so lange beim Tier, bis wir weitermachen müssen.
00:13:28: Ich kann das mag, mag die nicht so alleine lassen in dieser Phase, in der sie übergehen, wohin auch immer.
00:13:35: Und wir machen auch gerne eine Tür auf, ein Fenster auf für die Seele.
00:13:40: Das ist dann schon ... hat was Spirituelles, aber es ist auch was Reinigendes und Befreiendes für die Seele.
00:13:49: Und auch danach ist natürlich die Frage, wo kommt das Tier hin?
00:13:53: Kommt es wieder zurück zu den Besitzern?
00:13:57: Und kommt es dann?
00:13:58: Das sind ja eingeescherte Tiere dann in Urnen.
00:14:02: Häufig in die Praxis.
00:14:03: Und das ist auch ein ganz wichtiger Punkt für uns, dass nicht einfach ein Paket abgegeben wird, sondern das wird in Empfang genommen, ganz bewusst.
00:14:10: Es wird ausgepackt.
00:14:12: Die Besitzer werden informiert und dann, so ist das bei mir, stehen die bei mir mit im Behandlungsraum.
00:14:18: Die sind nicht alleine.
00:14:19: Ich sage denen in der Frühgut Mora streichelt rüber.
00:14:25: Und abends, wenn ich gehe, sage ich, tschüss, mach's gut.
00:14:27: Das ist manchmal brauchen Besitzer Zeit, sich diese Thematik wiederzustellen.
00:14:31: Und dann habe ich da mal auch mal zwei Wochen.
00:14:35: Ich wusste gar nicht, dass ihr das sozusagen auch macht, dass ihr sozusagen das... Bedeutet, dass ihr das auch zum Bestatter bringen oder wie auch immer, oder der Bestatter holt.
00:14:44: Ich wusste gar nicht.
00:14:47: Ich dachte, man müsste es immer mit nach Hause machen und das dann selber machen.
00:14:50: Ach, das macht sogar auch ihr.
00:14:53: Ich habe noch eine Frage, die mir gerade ganz toll auf der Seele brennt, weil wenn ich mit Menschen spreche oder... Generell über dieses Thema finde ich jetzt immer ganz wichtig, was du auch gesagt hast, dass man halt beim Tier dabei ist.
00:15:06: Du hast aber auch gesagt, man muss natürlich akzeptieren, wenn Menschen das nicht können.
00:15:10: Also ich persönlich finde, man hat ja den Tier gegenüber.
00:15:14: Weißt du, man hat das mit so viel Liebe empfangen.
00:15:16: Egal, wo man sich sein Wunschfeldkind sozusagen ausgesucht hat, ob das jetzt vom Züchter kommt oder vom Tierschutz oder wie auch immer, man hat das mit so viel Liebe empfangen.
00:15:26: Und ich finde, man sollte... weil man diese Verantwortung auch übernommen hat, sollte man auch natürlich eben die Möglichkeit gehen, mit so viel Liebe wie möglich auch zu gehen.
00:15:35: So hat das Katie mal ganz toll formuliert und ich finde es so wichtig, weil ich habe das von anderen Tierärzten auch schon aufgehört, dass sich eben die Menschen dann nicht mit rein trauen und dass du bist ja der vertrauteste, der vertrauteste Lebewesen, was was dein Hund oder dein Tier eben kennt.
00:15:52: und Deswegen möchte ich den Menschen gerne Mut machen, dass sie natürlich haben, sie vielleicht Angst, aber wie viel Angst hat denn dein Tier?
00:16:00: Weißt du, also würdest du dir als Tierärztin wünschen, dass die Menschen den Mut haben, alle dabei zu sein?
00:16:08: Oder sagst du bei manchen, es ist vielleicht auch... Ja, du machst so ein bisschen... Ist feierig.
00:16:14: Genau.
00:16:15: Oder sagst du, vielleicht wirklich manche sind dann so... Panisch oder hektisch oder ich weiß nicht, aus irgendeinem Grün vielleicht, wo du wirklich sagst, okay, es ist besser, wenn derjenige es wirklich nicht schafft, ruhig selber ruhig zu bleiben oder wie auch immer, dass er sich vielleicht doch irgendwie vorher vor der Tür verabschiedet oder ich weiß es nicht.
00:16:31: Ich wüsste gar keine Situation, warum ich nicht mit reingehen sollte.
00:16:35: Ich könnte niemals mein Tier alleine lassen in so einer Situation.
00:16:39: Wir haben diese Situation auch eigentlich... nicht mehr.
00:16:42: das ist die absolute Ausnahme.
00:16:44: ok
00:16:44: und ich denke das liegt daran dass wir vorher schon genau absprechen also sowohl in Gesprächen weit vor dem eigentlichen Zeitpunkt und die können sie auch immer wiederholen weil man wieder neue Fragen hat wieder die Entscheidung infrage stellt wenn sie denn dann wirklich sozusagen terminiert ansteht.
00:17:02: Das ist ja auch ganz verrückt, dass man dann teilweise sagt, okay, übermorgen um vierzehn Uhr kommst du bitte zum Hausbesuch.
00:17:08: Das ist ja auch für mich seltsam, dass ich so einen Termin dann habe.
00:17:14: Aber zum einen, dass man vorher schon darüber geredet hat und auch, wenn es dann wirklich so weit ist, erkläre ich nochmal genau, was jetzt wann passieren wird.
00:17:23: Und du hattest gerade gefragt auf mir das Wünsche, dass Menschen sich das mehr trauen.
00:17:28: Ja, also wenn ich Tatsächlich, ich als Mensch wünsche mir, dass ihr dabei bleibt.
00:17:34: Und das tun aber wirklich in der Regel alle.
00:17:38: Ich finde es aber auch absolut okay, wenn dann jemand weinend zusammenbricht und den Raum kurz verlässt.
00:17:44: Dann bin ich ja noch beim Tier.
00:17:46: Das ist mir, das ist einfach aus egoistischen Gründen auch wichtig.
00:17:49: Dann bin ich da.
00:17:50: Wenn alle Stricke reisen, ich bleib bei dem Tier.
00:17:53: Das ist keine Option, dass ich auch noch mit rausgehe.
00:17:55: Natürlich ist das traurig, machen wir uns nix vor.
00:17:58: Und
00:17:59: der Sterbeprozess selber ist vielleicht auch nicht immer so ganz himmlisch und einfach nur einschlafen und weg, denn man manchmal passieren dann auch ein paar körperliche Sachen.
00:18:09: Die gehören auch dazu.
00:18:12: Ich finde es ganz wichtig, diesen Schritt, wenn wirklich das eigentliche Tier, dass man so viele Jahre als Partner, länger als viele Menschen, mit denen man zusammengelebt hat, um sich hatte, sich verändert, weil es dann versturm ist.
00:18:25: Das ist ein magischer Moment.
00:18:26: Also ich teile den Besitzern auch mit, wenn das Herzschlag langsamer wird, wenn das Herz leise wird.
00:18:34: Und weil ich das so wertvoll finde, diesen Übertritt auch mitzuführen.
00:18:38: Und das ist einfach schade.
00:18:39: Ich glaube, es ist auch für die Trauerarbeit hinterher schade und schwieriger, wenn man diesen Moment sozusagen verpasst.
00:18:47: Aber wir haben da wirklich viel Gedanken und Arbeit gemacht und geleistet, sodass wir diese Situation, dass wir alleine mit den Tieren und mit einer Helferin, wir nehmen gerne immer eine Helferin mit, das muss ich schon sagen, ist auch im Hausbesuch schöner, wenn da noch jemand dabei ist für einen selbst, dass wir diese Situation ganz alleine mit den Tieren nicht haben.
00:19:10: Aber ja, seid gerne dabei.
00:19:11: Es ist ein magischer Moment.
00:19:15: Jetzt sagst du, das merkt man in allem, was du erzählst, dass ihr da so viel Herz und Seele mit dabei habt.
00:19:24: Wie schafft ihr das denn, euch überhaupt selbst zu schützen?
00:19:29: Also, ich weiß ja selber auch aus Erfahrung, es ist wahnsinnig schwer.
00:19:32: Und das, was dich ja zum Beispiel auch ausmacht, ist eben, dass du ja ... sehr mitführend bist, was halt Wunder von der Schönes und so schwerer ist, ist es wahrscheinlich dann sich selber auch irgendwie zu schützen, stelle ich mir vor.
00:19:46: Ja, das stimmt.
00:19:49: Zum einen haben wir aber eine Arbeitssituation bei uns in der Tierarztpraxis, dass das Einschlefern oder auch das Sterben nicht so häufig vorkommt.
00:20:01: Ich habe zuvor in einer großen Tierklinik in Nordrädt gearbeitet.
00:20:06: und war da in der Notfallambulanz tätig.
00:20:08: Und tatsächlich war das mein tägliches Brot, mit viel sterbenden und toten Tieren umzugehen.
00:20:16: Das
00:20:16: wusste ich bis jetzt gar nicht.
00:20:17: Ich sitze hier gerade mit aufgerissenem Mogen, weil tatsächlich die, das hängt hier als Notfall.
00:20:22: Ja,
00:20:22: gerne.
00:20:23: Wir sind
00:20:23: bei uns halt an der Wand, weil es gibt halt auch in Großstädten einfach nicht viele Notfallpraxen.
00:20:29: Das wechselt sich immer ab.
00:20:31: Und diese eine hat halt immer offen bei uns in Hamburg.
00:20:35: ist aber wirklich, also es ist halt immer schlimm, wenn man Notfall hat, aber muss man echt sagen, oh Gott, das, weil das ist natürlich oft sehr klar, wenn man Notfall hat, ist es ja klar, dass es schon mal Schlimmeres ist und dass du dann noch mehr mit dem Thema Tod und Sterne zu tun hast, ist ja, das wusste ich gar nicht, dass du da gearbeitet hast.
00:20:54: Ja, viele Jahre und auch mehrfach und das war tatsächlich ein Grund, dort nicht mehr zu arbeiten, war nicht das fachliche auf gar keinen Fall noch nicht die Menschen, aber die Belastung mit dem Thema Tod.
00:21:10: Weil das doch schon in einer Notfallaufnahme, das ist ja wie im Krankenhaus auch mit der Intensivstation, das hast du häufiger um dich als wenn du, so wie ich es jetzt habe, auch Welten von Anfang an bis zum Ende betreuen kannst und eine enge Kundenbindung aufbauen kannst.
00:21:25: Deswegen haben wir also diese Situation mit dem Sterben und Einschläfern nicht mehr so oft.
00:21:30: Das ist ein wichtiger Punkt.
00:21:32: Dann finden wir ja sowohl große Zeiträume, wenn es denn soweit ist, sodass wir auch nicht unter Zeitdruck stehen.
00:21:40: Ist ganz wichtig.
00:21:42: Wir unterstützen uns gegenseitig.
00:21:43: Wir sind sechs Tierärztinnen und ein Tierarzt.
00:21:46: Und wenn eingeschlefert wird, dann ist klar, dass die anderen den Rücken frei halten und auch danach.
00:21:53: Wir gucken, dass wir danach, wenn wirklich sozusagen die Menschen auch wieder Gedanken sind und der Praxisalltag ja weiterlaufen muss.
00:22:03: Das passiert manchmal, dass man das nicht am Ende der Sprechzeit machen kann, dass sich die Leute, die beteiligt waren, auch nochmal eine Minute mehr nehmen können und nochmal ein Kaffee trinken, mal kurz rausgehen, durchatmen und nochmal kurz drüber reden.
00:22:22: Dann haben wir immer noch die Situation, dass wir auch eine Postkarte verschicken.
00:22:28: Also in einem Briefumschlag, wo unsere Helferin nochmal einen besonderen Spruch ausgesucht hat und was dazu schreibt.
00:22:37: Wie toll!
00:22:38: Und wir geben das ans Team.
00:22:40: Also die Karten sind auch wirklich, es ist ein Tal der Tränen, wenn diese Karten geschrieben werden, weil wir so emotional dabei sind.
00:22:48: Also es ist auch was Schönes und Berührendes.
00:22:51: Und es hat für uns als Praxis dazu Trauerarbeit zu leisten.
00:22:57: Und wir geben diese Karten im Team auch rum und jeder Unterschreiter, der eine besondere Bindung hatte oder manchmal schreibe ich da drauf, schön, dass ich sie kennenlernen durfte, wenn das jetzt eine ganz enge Bindung auch war.
00:23:11: Und das tut uns auch gut.
00:23:12: Es ist natürlich auch, uns ist auch bewusst, dass das für die Besitzer auch nochmal ein ganz schöner Schritt ist, aber vielleicht auch
00:23:20: Wertschätzung.
00:23:21: Das ist auch eine ganz liebevolle Wertschätzung,
00:23:24: finden wir
00:23:24: auch.
00:23:24: Ja, das gehört
00:23:25: dazu.
00:23:26: Auch für uns.
00:23:27: Und dann haben wir auch einmal im Jahr einen Tag, wo wir keinen Praxisbetrieb für eine Stunde im Istas im Augenblick machen.
00:23:38: Und das ist meistens im November nach dem toten Sonntag.
00:23:43: Und da werden einmal alle Tiernahmen vorgelesen von den Tieren, die in diesem Jahr uns verlassen haben, nicht nur die, die wir selber eingeschliefert haben, sondern manche werden woanders eingeschliefert sind, auch was auch Wunder schön ist, einfach zu Hause eingeschlafen.
00:23:58: Und wir halten einmal alle inne, denken darüber nach, was uns damit verbunden hat mit den Besitzern, haben viele lustige Geschichten.
00:24:07: Es ist mir immer sehr wichtig, dass man auch so das Ironische dann manchmal daran erkennt oder das Lustige oder welche besondere Anekdote sich damit verbinden lässt.
00:24:18: Man trinkt man auch mal ein Glas Sekt oder auch nicht, je nachdem, wie wir uns fühlen.
00:24:24: Das ist für uns als Team unheimlich wichtig und wir freuen uns in gewisser Weise auf diesen Tag.
00:24:30: Wir wissen, der wird wehtun und der wird was mit uns machen.
00:24:33: Aber wir sind auch dankbar dafür, dass wir das auch machen dürfen, dass man heutzutage schon soweit ist, dass man sagt, guck mal hier, nehmen wir uns jetzt Zeit, denken nochmal an unsere Verstorbenen.
00:24:45: Nachhinein ist es auch so, dass wir sowohl mit den Besitzern auch hinterher doch das eine oder andere Gespräch noch mal führen.
00:24:53: Gerade natürlich, wenn die noch ein zweites Tier haben und sich trauen, wiederzukommen.
00:24:57: Manchmal dauert das ein bisschen, dass sie auch, wenn das Tier in der Praxis eingeschlefert wurde, gibt es Verknüpfungen mit Räumen auch mit Menschen.
00:25:06: Sie sagen, oh, das ist jetzt gerade für mich schwierig, sie hier in diesem Raum, da ist das ja passiert, vor vier Wochen zu erleben.
00:25:13: Aber wenn die wiederkommen, wir können da noch mal miteinander drüber reden.
00:25:16: Also es ist eine herzerwärmende und verbindende Sache mittlerweile geworden, sodass es auch uns als Personal das alles leichter
00:25:26: macht.
00:25:27: Oh Gott, ich könnte mein Herz geht auf.
00:25:30: Also wirklich so, wie du das erzählst, das ist ja das, was man sich als Tierfreund immer wünscht, dass man so eine Tierarztpraxis findet.
00:25:40: Wirklich, dass man weiß, dass man so mit eben Leben und Tod umgeht und dass man alles bestmögliche in seiner Macht stehende vom Herzen her versucht einen guten Abschied zu finden.
00:25:54: Und ich finde das auch so schön, wie du sagst, eben dass man halt auch lustige Momente.
00:25:58: Das ist ja natürlich von Mensch und Tier und alles absolut alles unterschiedlich.
00:26:03: Aber das kennt man ja eben selber auch, wenn ... Ein geliebter Mensch verstorben ist, dass es dann halt so Momente gibt in der Trauer, wo man immer sagt, na, weißt du noch?
00:26:11: Und er hat ja jedes Mal, also jetzt beim Hund oder so, jedes Mal bevorgekommen ist, hat er hier noch genau an die Bordsteinkante gepenkelt.
00:26:16: Weil er einfach nicht oder keiner, als man irgendwie so, und dann hatte er immer direkt hier beim Hund enough.
00:26:20: Es hat mal hochgesprungen, wollte die ganzen Leckerlies haben, obwohl er Allergiker war.
00:26:24: Also irgendwie so diese lustigen Geschichten sich dann erzählt und dann sich an die schöne Zeit eben zusammen erinnert.
00:26:31: Gibt es denn?
00:26:33: Gibt es vielleicht auch irgendwie so eine total skurrile Geschichte, die du vielleicht auch weiß ich nicht in der Praxis oder im Hausbesuch mal erlebt hast, die in besonderer Erinnerung geblieben ist?
00:26:45: Ich meine, die mit der Freundin und wir trinken dann auch mal ein Schlafs, finde ich ja auch schon sehr sympathisch.
00:26:50: Oh, das war toll, das war also, das waren wirklich sehr schöner Nachmittag.
00:26:54: Ja, und dass man auch war erst, das können wir vielleicht auch mal erwähnen.
00:26:57: Das wissen ja auch viele nicht so wohl beim Tier, nicht als auch beim Mensch.
00:27:00: Man darf den... Toten, die Tote ja auch zu Hause noch behalten.
00:27:05: Also wenn jetzt euer Tier verstirbt, müsst ihr nicht sofort zum Tier erzielen, sondern ihr dürft theoretisch liebevoll zugedeckt auch noch zu Hause das Tier behalten.
00:27:15: Das ist doch so.
00:27:16: Auf jeden Fall.
00:27:17: Also man muss jetzt nicht sofort denken, oh Gott, ich muss irgendwo hinfahren, sondern man kann sich immer in Ruhe zu Hause verabschieden.
00:27:26: Gibt es denn so eine vielleicht auch skurril amüsante Geschichte?
00:27:31: Auf jeden Fall.
00:27:32: Also, ich erinnere mich sehr gerne an eine Hündin, die eingeschlefert werden sollte zu Hause.
00:27:40: Und ich war mit der Besitzerin dann allein und trab aber auch noch einen kleinen Rügel dazu.
00:27:46: Der war zu Besuch und zwar schon, der hat das natürlich auch gespürt, dass da was passieren wird.
00:27:52: und war so etwas zurückhaltend und skeptisch.
00:27:54: Die Hündin selber war über einen Langzeitraum schwer krank und es war auch für alle der richtige Zeitpunkt.
00:28:00: Alle die ganze Familie hatte Abschied genommen.
00:28:03: Soweit hat das alles seinen normalen Gang gehabt, wo es dann etwas kuril wurde, war, als sie dann tatsächlich auf eine Art Altar gerogen wurde.
00:28:13: Das war auch wirklich ... sehr schön geschmückt mit sehr viel Blumen und Räucherstäbchen und Tüchern und allen.
00:28:22: Das war für mich eher überraschend.
00:28:25: Ich hatte damit nicht gerechnet.
00:28:26: Deswegen war ich da vielleicht ein bisschen überrascht in der Situation.
00:28:31: Es hatte aber sehr etwas sehr stilvolles.
00:28:33: Es wurde auch alles gefilmt.
00:28:34: Auch das war ich zu dem Zeitpunkt nicht gewohnt.
00:28:36: Jetzt würde ich sagen, kann mich nicht mehr so viel überraschen.
00:28:40: Und das war so der eine Teil von dieser Einschläferung, wo ich schon gedacht habe, okay, so, das brauchen Menschen also auch, auch solche Menschen kannst du geben.
00:28:49: Ich muss nur kurz nachfragen, also ich mein, ich bin ja auch vom, ich arbeite auch beim Fernsehen, aber ich muss jetzt ganz doof nachfragen, die, die, das, das, das, das geschehen, also das Einschläfernbude?
00:29:01: Für sich privat.
00:29:02: Ja,
00:29:03: okay.
00:29:04: Ja, okay.
00:29:05: Also da muss man natürlich zustimmen wollen.
00:29:09: Da hätte ich schon auch ein Problem damit.
00:29:11: Das war aber auch eine sehr enge Bindung.
00:29:13: Ja, also, ich versuch das gerade gar nicht so zu wert.
00:29:16: Ich überlege nur gerade, ich für mich, wenn ich jetzt was Schlimmes hätte... Und sozusagen selber mich entscheiden würde, wie auch immer, dass das gefilmt wird, wie ich sterbe, ist das ja okay.
00:29:26: Das Tier kann es halt wieder nicht hinter... Wir gehen nur gerade tausend Sachen durch den Kopf, darüber habe ich immer im ganzen Leben noch nie nachgedacht.
00:29:31: Interessante Geschichte ist hier weiter.
00:29:33: Also es war, das Tier war schon sehr abwesend und auch schon liegt und so.
00:29:38: Der Unterschied auf dem Film, das war nicht... so wahrnehmbar.
00:29:42: ne nicht wach stehend hallo und dann nix mehr und dann wirklich so noch und dann hinterher auf liestalit und die räucherschwarten und alles.
00:29:50: und da muss ich sagen ich war also noch so gefangen dieser situation dieser sehr fast religiösen aufwahrung indisch
00:29:57: oder
00:29:58: das war wirklich aber auch ich habe das angenommen und dann gibt das natürlich auch situationen sollst du dann auch in dem fall noch zusammen t getrunken?
00:30:06: und das ist natürlich etwas auf das mich dann auch ich mich einlassen kann zeitlich Wenn
00:30:11: dann ja wohl du.
00:30:13: Also dann das volle Programm.
00:30:14: Ich möchte da auch für mich eine Erfahrung daraus dann erzielen, wenn das machbar ist.
00:30:20: Da fand ich es aber auch, was dann uns alle nach diesen, das war ja sehr stimmungsvoll und das hat uns da rausgerissen.
00:30:26: Das war dann dieser Hund, der Brüde.
00:30:29: Ja, der kam dann noch mal, hat einmal geschnüffelt.
00:30:33: Ist ja auch so ein Thema, wie geht man mit den... zurückbleibenden Tieren und Menschen um?
00:30:38: wann nehmen die Abschied.
00:30:39: Dann hast du richtig gemerkt, okay, der hat jetzt gemerkt, das war jetzt die Böse, die hat das jetzt getan, das ist jetzt vorbei.
00:30:45: Okay, und dann kam er mit einem quetschenden Gummihun an und wollte spielen.
00:30:49: Und wir waren da ja noch mit den Lautschern.
00:30:53: und sollten dann das Gummijucken schmeißen.
00:30:55: Und da war ich auch nachher gedacht, oh man, das ist aber auch toll, dass dieser Wund jetzt gesagt hat, ich habe jetzt damit abgeschlossen, zumindest vorerst, und ich hole euch da jetzt raus.
00:31:04: Ja, so hatten wir auch eine Auflockerung, das fand ich, das hat mir, also das ist mir als eine sehr schöne Einschläferung in Erinnerung geblieben.
00:31:14: Ich hab auch mal erlebt, dass ich Engel mit dabei singen sollte.
00:31:19: Das hat mich überfordert dann tatsächlich ein bisschen, weil ich nicht genau wusste, dass man auch so was machen kann.
00:31:26: Das ist ja spannend bei dir der Alltag.
00:31:29: Ja, dagegen ist ja meins.
00:31:30: Ja, das ist ja voll.
00:31:31: Ich bin ja zu lauter.
00:31:32: Ich
00:31:33: bin ja total... Das ist ja mega cool.
00:31:37: Und ich finde das aber auch, ich freu mich natürlich auch häufig, wenn ich mal, man sieht dann so ein bisschen, denn ihr seht unseren Praxisalltag, aber wir sehen so wenig von euch.
00:31:45: Ja.
00:31:45: Aber wenn wir dann mal bei euch zu Hause sind, und ich kann mich auch noch mal erinnern, dass wir beim Einschläfern waren in einer Wohnung, die war so überladen, da saß in der Ecke irgendwo ein Papa Geil, ich konnte den nicht erkennen.
00:31:58: Ein echter?
00:31:58: Ein echter.
00:31:59: Ich kam aber wegen eines Hundes zum Einschläfern, mit meiner Kälferin.
00:32:03: Und das war so... Voll, den hat man nicht erkannt zwischen all den Stuck und den Kerzen und den Lüstern.
00:32:10: Aber als er dann passend zur Einschläferung sich gemeldet hatte, dann haben wir gemerkt, da ist noch eine lebende Seele im Raum.
00:32:18: Also das war auch natürlich dann schwierig.
00:32:22: Man darf dann auch mal lachen.
00:32:23: Ich denke, wissen alle Menschen und wir müssen uns gegenseitig aufgehen.
00:32:27: Ich denke
00:32:27: auch immer, weißt du, wenn Hund, Mensch, Tier, wie auch immer, wenn das fröhliche Persönlichkeiten waren, die würden doch auch, also die würden doch auch mit uns lachen.
00:32:35: Weißt du, was ich mein?
00:32:36: Wahrscheinlich, also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass das, also wenn ich jetzt, ich glaube, wenn ich irgendwie sterbe, ich will eigentlich am liebsten auch, dass auf meiner Beeiligung eine Party stattfindet und nicht alle total traurig sind oder ein beides gleichzeitig am besten.
00:32:49: Die können ja traurig sein, aber halt eben auch gerne mal dann ein Sekt oder wie auch immer trinken.
00:32:53: Und wenn du ein lustiger Hund bist, wie mit dem quitsche Ruhn, dann denkst du dir doch auch, ich Der andere Hund hätte bestimmt jetzt gerne auch noch irgendwie ein Späßchen gemacht.
00:33:02: Ja.
00:33:02: Und deswegen finde ich das auch mal ganz amüsant und eher froh, wenn so ein Lachen ein, dann auch wieder so ein bisschen aus dieser Situation rausholt.
00:33:11: Oder wenn man beides, wenn man beides darf, wenn beides möglich ist, weißt du?
00:33:14: Ja.
00:33:15: Das ist schön.
00:33:15: Ja.
00:33:16: Finde ich.
00:33:17: Ja.
00:33:18: Wahnsinn.
00:33:20: Also so was hast du, so hab ich mir das gar nicht... Öffnest du mir ganz neu?
00:33:24: Wie ist es denn hier bei uns zu Hause?
00:33:25: Hast du nicht das so vorgestellt oder ist es ein bisschen schräg?
00:33:27: Nein,
00:33:28: ich habe mir das so vorgestellt.
00:33:30: Bisschen Chaos, viele Wundesachen, viele Kindersachen und ein bisschen bunt.
00:33:36: Ich habe hier noch ein Hundebuch, weil ich das Thema Hunde Senioren generell ganz spannend finde.
00:33:41: Da haben Katie und ich auch mal eine Folge zugemacht, das ist Folge elf.
00:33:44: Olli Badgoldi, weil man sich ja eben oft fragt, haben am Anfang auch erzählt, was ist so der richtige Moment.
00:33:51: Man beschäftige ich mich damit und eigentlich ist ja gerade auch dieses ältere Hundertthema ein wundervolles Thema, weil man ganz toll mit Hunden alt werden kann.
00:34:00: Und weil man ja, weiß ich, die Möglichkeiten genau... eben mit, wie sagt man dann, also mit dem Alter und jetzt mit dem ganzen Vortritt.
00:34:09: Die werden ja immer besser alt.
00:34:10: Es gibt ja ganz viele Behandlungsmöglichkeiten.
00:34:13: Und dieses Hundesignor und Buch von Martin Rütter, da gibt es nämlich auch tatsächlich ein ganz tolles Kapitel, das heißt Abschied nehmen und Bestattung.
00:34:21: In Überbestattung haben Cady und ich in Folge zehn ganz viel gesprochen, also dass da eben ganz viel möglich ist, dass man ja Kleintiere auch zu Hause vergraben darf, solange da bestimmte Regeln eingehalten werden.
00:34:33: Und ich finde, er sagt hier auch sowas Tolles.
00:34:35: Ich glaube, du hast tatsächlich auch das Buch Zuhause.
00:34:38: Die Anzeichen, die Hunde uns zeigen.
00:34:41: Also, was würdest du sagen, was sind die Anzeichen?
00:34:44: Ich lese das jetzt hier mal kurz vor und da kannst du ja vielleicht mal sagen, ob du das ähnlich empfindest oder irgendwie anders.
00:34:49: Kommt der Zeitpunkt des Todes näher, zeigt ein Hund, die spannt, indem er sich... indem er sich auf das Fressen verweigert oder sogar das Trinken einstellt.
00:35:00: Nun sollten sie ihren alten Freund nicht mehr alleine lassen, denn viele Hunde gehen immer genau dann, wenn es ganz ruhig ist.
00:35:08: Also glaubst du, man merkt eben, wenn der Hund wirklich ... gehen möchte oder ist es schwierig auch zu erkennen, weil sie ja den Schmerz, die man sagt, ja man ist ja auch so, die können ja sich nicht wirklich oder wir verstehen ihre Sprache nicht sagen wir es mal lieber so.
00:35:24: Die wissen ja nicht, wann sie Schmerzen haben.
00:35:26: Also
00:35:28: ich glaube, das hat auch etwas mit der Rasse zu tun.
00:35:31: Ich habe auch Labradore erleben, die noch im Liegen gelehmt gefressen haben.
00:35:39: Das stimmt für mich nicht so ganz hundert Prozent, aber was er beschreibt und wo ich wirklich auch, und das beschreibt er auch nochmal in dem Buch, der Herr Rütter, und es gibt Verhaltensänderungen.
00:35:53: Das normale Verhalten, was man von seinem Partner und gewohnt ist, verändert sich.
00:35:58: Und je mehr sich verändert, desto mehr muss ich hinterfragen, worum passiert das.
00:36:02: Und genau das ist das, ja, es frisst auf einmal nicht mehr, dringt auf einmal nicht mehr.
00:36:05: Es funktioniert.
00:36:06: Es geht nicht.
00:36:07: hundert Prozent, es gibt eben auch, wie gesagt, Marunde, die dann doch noch essen oder die Anfang zu essen.
00:36:12: Das tun die für uns ganz viele.
00:36:14: Hier
00:36:14: sind natürlich ganz viele Beispiele auch drin.
00:36:16: Ich kann jetzt nicht alle seit Vorlesen ganz beschrieben.
00:36:19: Die typischen Sachen kann halt nicht mehr aufstehen.
00:36:21: Also solche Sachen, die man sich dann eben fragen muss, wann ja oder eben Schmerzen.
00:36:26: Wann ist so ein Zeitpunkt eben gekommen?
00:36:29: Ja,
00:36:30: die zeigen das an.
00:36:32: Nun sind wir, aber wir werden ja mit den Zusammenhalt.
00:36:35: Wir sind bereit, öfter zum Tierarzt zu gehen, diese Medikamente oder Spritzen verabreichen zu lassen, gerade bei den älteren Patienten.
00:36:45: Die können ja nicht mehr gut gucken, können nicht mehr gut hören, können nicht mehr gut laufen, die bekommen Verdauungsprobleme, sie werden incontinent.
00:36:52: Wir werden also immer mehr vom Partner, vom Spielpartner oder anderen Partner dann zu einem Abpflegepersonal.
00:37:00: Für viele Menschen ist das zum Glück mittlerweile.
00:37:03: auch okay, dass sie das werden können.
00:37:06: Aber irgendwann ist das auch eine wahnsinnige Belastung.
00:37:08: Das ist auch ein bisschen schwierig.
00:37:10: Und da sind wir als Praxispersonal die bieten da Hilfestellung an, zu sagen, du musst das nicht so lange und so weit weitertreiben.
00:37:21: Es gibt auch Tiere, die eben dann gelehmt sind, die man wenden muss und wirklich Pflege betreiben muss.
00:37:27: Dann kann man nicht mehr gut erkennen, wann ist in der Zeitpunkt.
00:37:30: Aber... Das ist etwas, was ich immer wieder erlebe und das ist auch etwas ganz Wertvolles.
00:37:37: Ich finde, der Blick ändert sich von den Tieren.
00:37:40: Die sagen euch und uns, dass der Blick ändert sich, die auf einmal verändert sich, der Blick ist abweißen.
00:37:47: Wenn sie schon sehr weit auf diesem Weg sind, dann ist der abwesend der Blick oder es ist wirklich so ein Hilfesuchender Blick.
00:37:58: Ganz gezielt.
00:37:59: Und darauf kann man sich immer verlassen.
00:38:00: Und es gibt mir unheimlich viel Sicherheit, dass ich selber auch die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt treffen kann.
00:38:07: Weil, wenn der Blick noch nicht da ist und alles noch erträglich ist und auch schöne Momente, das darf man natürlich nicht vergessen.
00:38:15: Es darf nicht einfach nur nicht gerade zu ertragen sein, sondern wir brauchen schöne gemeinsame Momente auch.
00:38:22: Dann ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen.
00:38:26: Aber wenn sich der Blick verändert von den Tieren, dann können wir alle zusammengehen.
00:38:32: Denkst du, man sollte sich da einfach auf sein Bauchgefühl verlassen?
00:38:35: Weißt du, jetzt fragt man sich vielleicht,
00:38:37: ja, erkenne
00:38:38: ich denn den Blick.
00:38:39: Ist das der Blick, den ich so wahrnehme?
00:38:41: Oder sagst du, du wirst es merken, vertraue dein Bauchgefühl?
00:38:44: Ja, ihr wirst das, das wirst du merken.
00:38:47: Und wenn du dir nicht sicher bist, dann redest du mit uns.
00:38:50: Und dann reden wir mit dir und erzählen dir, wie unsere Einschätzung ist.
00:38:54: Und manchmal muss man vielleicht auch ein bisschen in die richtige Richtung gestupst werden, was wir uns schon als Fachpersonal vorbehalten ist.
00:39:03: Niemand soll leiden und auch nicht aus Egoismus gründen.
00:39:06: Wenn es nicht möglich ist, dass die ganze Familie nochmal Abschied nimmt, weil da noch jemand aus Südafrika einfliegen muss und das Tier leidet, dann möchte ich auch die Möglichkeit haben zu sagen, nein, wir können nicht mehr warten.
00:39:18: Aber wenn man sich unsicher ist und der Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, wir begleiten solche Tiere und Menschen wirklich über viele Wochen und Monate teilweise.
00:39:26: Hier ist tatsächlich auch bei Martin Rütters Buch Hunde Senioren ein so ein tolles Hilfestellung, wo es man fast sagen will, da steht.
00:39:35: Fragen als kleine Hilfestellung, die folgenden Fragen sollten sie sich stellen und ehrlich für sich beantworten, um eine Entscheidung zu treffen.
00:39:43: Das finde ich, sieht echt super aus.
00:39:45: Hat ihr Hund starke Schmerzen, die sich nicht bessern und selbst mit Schmerzmitteln nicht zu vermeiden sind?
00:39:51: Kann ihr Hund noch selbstständig fressen?
00:39:53: Kann ihr Hund noch selbstständig trinken?
00:39:55: Kann ihr Hund noch draußen Kodenot urinieren?
00:39:57: Gibt es Zeiten, in denen ihr Hund fröhlich ist und Spaß hat, auch wenn diese Zeit kurz ist?
00:40:03: Spielt er noch?
00:40:04: Hat er noch kurze Spaziergänge?
00:40:06: Ist ihr Hund körperlich stark eingeschränkt?
00:40:08: Also eine ganze Liste, die man auch so ein bisschen abhacken kann, ob Ja, man eben den Blick auch richtig deutet, ob das Hundeleben sozusagen noch lebenswert ist.
00:40:19: Fakt ist aber, das Hundeleben ist halt noch lange, lange, lange lebenswert, auch wenn man vielleicht manchmal denkt, jetzt ist er schon alt oder die Spaziergänge werden langsam oder irgendwie oder irgendwas.
00:40:29: Ich glaube... Aber das heißt ja auch so, das hat sich halt einfach schon geändert, dass die Leute zum Glück halt alles möglich versuchen.
00:40:38: Die Hierarchie ist ein ganz großer Punkt.
00:40:39: Ja?
00:40:40: Ja klar.
00:40:42: Und bei Arthrose, wie behandelt man Arthrose zum Beispiel?
00:40:44: Also, das ist
00:40:45: auch ein Thema mit Schmerzen, auch weiß ich,
00:40:46: Arthrose ist
00:40:47: ein schwieriges Thema.
00:40:49: Die Hunde haben teilweise große Schmerzen, sie sind bewegungsengeschränkt.
00:40:53: Es gibt viele Möglichkeiten, wie man die unterstützen kann.
00:40:56: Du kannst eine Rampe fürs Auto anschaffen oder für Treppen.
00:41:00: Man kann so... Spezielles Geschirr anwenden, wo man die unterstützen kann, dass sie nicht die ganze Last beim Treppen runterlaufen, auf die Vorderbeine kriegen oder beim Sprengen aufs Sofa.
00:41:12: Was geht da natürlich alles nicht mehr?
00:41:15: Und dann kann man wirklich Physiotherapie, Termine buchen, wo die Tiere Massagen bekommen oder die Gelenke aktiviert werden.
00:41:28: Wir bauen auch unsere Muskulatur ab.
00:41:30: Wir haben auch Gelenk verschleißt.
00:41:31: Das ist alles genau das Gleiche.
00:41:33: Deswegen ist das Leben ja trotzdem mehr als lebenswert.
00:41:36: Ja, als würde ich sagen, mehr als lebenswert.
00:41:38: Absolut.
00:41:40: Und wir haben Schmerzmittel.
00:41:41: die wir geben können.
00:41:42: Das ist auch ein Luxus.
00:41:43: Da entwickelt sich auch immer mehr.
00:41:45: Es gibt immer mehr Möglichkeiten.
00:41:47: Es gibt pflanzliche Möglichkeiten.
00:41:49: Es gibt klassisch medizinische Möglichkeiten.
00:41:53: Es gibt Spritzen, Tabletten, Tropfen.
00:41:56: Und da sind so viele Möglichkeiten, die auch genutzt werden, sodass man wirklich lange Zeit im Alldamm miteinander gut verbringen kann.
00:42:04: Ich finde, also schöner kann man es doch gar nicht sagen.
00:42:07: Wir haben ja so viel, so viel hast du uns erzählt.
00:42:09: Es gibt sozusagen kein richtig und kein falsch.
00:42:13: Dann, dass man ganz, ganz lange sehr, sehr gut mit seinem Hund alt werden kann.
00:42:18: Es gibt die ganz unterschiedlichsten Behandlungsmethoden.
00:42:22: Dann sollte man sich... Wenn ich das jetzt in deinem Sinne korrigiere mich gerne, einen Tierarzt suchen, der natürlich in seinem eigenen Empfinden handelt.
00:42:31: Und wo man wirklich ein gutes Gefühl hat.
00:42:33: Und am besten, also ich bleib, also ich bleib bis, ich wollte sagen bis ich sterbe.
00:42:37: Wahrscheinlich bleibe ich auch bis ich sterbe.
00:42:41: Und wo man vielleicht sich wirklich vorher eben schon informiert und wo man auch mal eine Frage stellen darf, gerade zu dem Thema, ob man ein gutes Gefühl hat, dass man gut aufgehoben ist.
00:42:50: Das wusste ich auch noch nicht.
00:42:51: mit der, dass ihr eine Karte schreibt und dass ihr einmal so einen Tag habt.
00:42:55: Ich bin so... Positiv überrascht und finden das so toll, Sabine, wirklich.
00:43:01: Ist schön.
00:43:01: Ja, ich bin ganz beseelt und glücklich.
00:43:03: Wenn ihr natürlich noch weitere Fragen habt, könnt ihr die jederzeit auch auf Instagram stellen, jetzt bei mir, Madita van Hülsen oder auch auf eurem Instagram-Account, der ist...
00:43:13: Tiermediziner im Rotenbaum.
00:43:14: Tiermediziner im Rotenbaum.
00:43:15: Ich folge euch, es ist auch immer sehr spannend, aber ich will, weißt du, manchmal haben doch Leute immer so Unterstriche und irgendwelche.
00:43:19: Ja.
00:43:20: Und dann weiß man nicht, ob man das Richtige erwischt.
00:43:22: Tiermediziner im Rotenbaum und ich bin einfach... Ganz dankbar und glücklich, dass du heute für uns Zeit hattest.
00:43:30: Ich finde, es ist so eine wichtige, wunderschöne Folge geworden.
00:43:34: Und wenn ihr natürlich noch mal mehr wissen wollt, auch zum Thema Tod eines geliebten Freundes oder Oli Badgoldi, dann könnt ihr Folge zehn und elf gerne nochmal anhören.
00:43:44: Und ja, ich hoffe, ihr findet die Folge genauso wunderschön wie ich.
00:43:50: Danke, dass du heute da gewesen bist.
00:43:52: Wirklich.
00:43:53: Danke, dass ich hier sind.
00:43:55: Eine wunderschöne Zeit mit euren Lieben und wir senden euch liebe Grüße.
00:44:00: Wir sagen tschüss hier bei vier Pfoten, zwei Beine und
00:44:10: tausend Fragen.
00:44:15: Tschüss!
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